Archiv für 06/11/2008

Change it, Baby!

Für den Rest der Welt war es klar, seit gestern steht es fest: Barack Obama wird 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Am 20. Januar 2009 wird er offiziell in sein Amt eingeführt werden. Zu seiner Leistung im Wahlkampf und den komfortablen Sieg kann man nur gratulieren.

Die Jubelbilder der vergangenen Stunden zeigen die Euphorie, die Obama in seinem Auftreten den Menschen vermittelt. Er steht vor riesigen, schweren Aufgaben, das weiß er. Den Wählern schenkte Barack Obama reinen Wein ein, dennoch ist er umjubelt wie kaum ein anderer Politiker in dieser Zeit.

Zwei Kriege, ein Staatshaushalt mit massiven Schulden, die Weltfinanzkrise und andere Probleme hat die Bush-Regierung als Erbe Obama vermacht. Ein schweres Los, nicht umsonst macht der designierte Präsident keinen Urlaub, sondern bereitet sich schon intensiv auf die Amtsübernahme vor. Man könnte den Job als mächtigste Person der Welt bei einer solchen Situation glatt ablehnen, aber Barack Obama stellt sich dieser Herausforderung.

Yes, we can - if it is possible! Das wäre das bessere Credo. Barack Obama ist ehrgeizig, aber die vielen Brandherde in seiner Agenda werden ihn daran erinnern, dass auch er nicht alles auf einmal kann. Die Anhänger werden fest zu ihm halten, doch die Zeit von Euphorie, Jubel und Massenmotivation ist vorbei. Jetzt gilt es, die Probleme der USA anzupacken. Sonst wird aus dem Wandel ein böser Kreislauf.