Tagesarchiv für den 27. Mai 2008

Von Werbung und Moral

Wer erinnert sich nicht an die Benetton-Werbungen, die sich in ihren einzelnen Kampagnen an Geschmacklosigkeit überboten. Sicherlich ist es wichtig, die Sinne der Menschen für die Probleme dieser Welt zu schärfen, aber es gibt auch eine Grenze. Die Deutsche Bank hat jetzt eine Werbung im Umlauf, die vielleicht visuell nicht schockierend ist, aber eine böse Botschaft enthält:

DB-Werbung

Die Deutsche Bank bietet jetzt eine Teilnahme am Gewinn in Sachen Rohstoffe an. Woanders verhungern Menschen und das Geldinstitut von Josef Ackermann (der sowieso nicht mehr als besonders ehrlich gilt) bietet Kunden an, Möglichkeiten zur persönlichen Bereicherung an der Katastrophe aus zu schöpfen. Ich frage mich ernsthaft, ob die Damen und Herren überhaupt wissen, was das im Kontext bedeutet. Ob sie wissen, wie es ist, Hunger zu leiden. Wie es ist, kein sauberes Trinkwasser in näherer Umgebung finden zu können.

Pantoffelpunk führt die Idee der unmoralischen Werbung noch fort. Bleibt für jeden Einzelnen die Frage, wann seine Schmerzgrenze erreicht ist. Meine ist schon durchbrochen…